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	<title>Nicola Gold</title>
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	<description>Macht Botschaften lebendig. Mit Worten und Events.</description>
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	<title>Nicola Gold</title>
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		<title>Warum wir Lyrik brauchen</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/warum-wir-lyrik-brauchen-i/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 08:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum Lyrik das Gegengift zu Apathie und Resignation ist – wenn wir sie nur lassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p>Ich weiß nicht, wer einmal sagte: In der Prosa erschaffen wir eine neue Welt, in der Lyrik tauchen wir tief in unsere bestehende Welt ein. Dafür muss man sie lieben, und das ist immer wieder eine Herausforderung. Aber genau deshalb brauchen wir die Lyrik, und genau deshalb ist sie immer zeitgemäß und zeitlos.</p>



<p>Als Lyrikerin bewege ich mich mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Ich bin aufmerksam. Ich beobachte, ich lausche, ich spüre, ich rieche. Und jede Wahrnehmung ist wie ein Tor. Oder wie ein Türchen eines Adventkalenders, hinter dem sich eine Überraschung verbirgt. Und die entdecke ich im Akt des Schreibens</p>



<p>Ein Apfel kann ein Gedicht über Geborgenheit inspirieren.<br>Ein Herbstlauf durchs Herbstlaub eines über Angst.<br>Ein Gedicht kann wie Medizin sein, es kann wachrütteln und es kann die politische Lage pointiert zusammenfassen.</p>



<p>Gedichte lassen zwischen den Worten viel Luft, sie arbeiten mit Bildern und Symbolen und Metaphern, so dass die Leser*innen ihre Bedeutung detektivisch entschlüsseln und gleichzeitig für sich selbst erspüren und ihre eigene Geschichte hinein-erfinden können.</p>



<p>In der Lyrik arbeiten wir mit Klang und Rhythmus und manchmal auch mit der Positionierung der Worte und Buchstaben auf dem Papier. Im besten Fall unterstützt das die Atmosphäre, die wir schaffen wollen. So wird ein Gedicht zum ganzheitlichen Erlebnis.</p>



<p>Die Aufmerksamkeit, Offenheit und Konzentration, die es beim Schreiben braucht, braucht es auch beim Lesen. Das trainiert den unsichtbaren Muskel, der das Wahrnehmen mit dem Spüren und Verstehen und Verarbeiten verbindet.</p>



<p>Lyrik ist das Gegengift zu Oberflächlichkeit und Herumhetzen, zu Doomscrolling, Apathie und Resignation. Wer sich tief mit einem Gedicht beschäftigt, beschäftigt sich mit sich und mit der Welt und lernt immer etwas dazu. Gedichte müssen nicht verstanden werden, sie müssen nicht gefallen. Dazu sind sie zu cool. Sie stehen für sich, stellen sich zum Lesen zur Verfügung und was wir damit tun, ist unsere Sache. Es liegt an uns, die Schätze zu entdecken, die sie bergen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schau nicht weg!</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/schau-nicht-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 13:17:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Schulungsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sprecherin in Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Sprecherin österreichisch]]></category>
		<category><![CDATA[voice-overs]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie reagierst du, wenn du Mobbing am Arbeitsplatz beobachtest? Hier erfährst du es.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ein interaktiver Schulungsfilm gegen Mobbing am Arbeitsplatz.</strong></p>



<p>Ich weiß noch gut, wie ungut ich mich in Covid bzw. post-Covid-Zeiten in Tonstudios fühlte. Was vorher normal war, schien plötzlich eine potenzielle Gefahr: OMG ich trage bei der Aufnahme keine Maske! Zum Glück ging alles gut.</p>



<p>Ich freue mich, dass meine Stimme nun schon seit einigen Jahren durch diesen interaktiven Schulungsfilm gegen Mobbing am Arbeitsplatz führt.</p>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://www.schaunichtweg.training/#Bertl_Intro" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier klicken für Infos und Film </a></div>
</div>



<p></p>



<p><strong>Was ich daran mag: Entscheidungsmöglichkeiten beeinflussen die weitere Handlung</strong></p>



<p>Man kann den Film aus der Perspektive des Rezeptionisten “Bertl” ansehen und zwischen verschiedenen Handlungsoptionen wählen. Jede Entscheidung beeinflusst den weiteren Verlauf und das Ende des Films. Eine Feedback-Stimme (ich!) gibt während des Films Hinweise zu den Auswirkungen jeder Entscheidung.</p>



<p><strong>Und: Mehrere Perspektiven</strong></p>



<p>Man kann im Verlauf des Films die Perspektive der Betroffenen erfahren. So erleben wir, wie sich Wegschauen und Täter-Opfer-Umkehr auswirken und welche schweren gesundheitlichen und sozialen Folgen Mobbing am Arbeitsplatz haben kann. </p>



<p>Das Projekt war eine Zusammenarbeit der <a href="https://noe.arbeiterkammer.at/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AK Niederösterreich</a> und der <a href="https://www.webster.ac.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webster Vienna Private University</a>, umgesetzt vom Team rund um <a href="https://reichingermagdalena.wixsite.com/meinewebsite-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magdalena Reichinger </a>und <a href="https://franzquitt.com/film" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Franz Quitt</a>.</p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FRAUEN für FRAUEN: unermüdlich für die Frauen im Weinviertel</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/frauen-fur-frauen-unermudlich-fur-die-frauen-im-weinviertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 07:49:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Copywriting]]></category>
		<category><![CDATA[Texten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Jahresberichte sinnvoll sind: am Beispiel des Vereins FRAUEN für FRAUEN.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der <a href="https://frauenfuerfrauen.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verein FRAUEN für FRAUEN</a> ist seit 35 Jahren unermüdlich für Mädchen und Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte im Einsatz. Das ausschließlich weibliche Team unterstützt bei Ausbildung, Neu-Ausrichtung und Jobsuche, berät in juristischen Belangen und vermittelt Startwohnungen an Frauen, die in ihrer Familie nicht mehr sicher sind. Coachings und persönliche Beratung finden in sicheren Settings in Hollabrunn, Mistelbach und Stockerau statt; nicht-mobile Klientinnen werden daheim betreut. FRAUEN für FRAUEN ist ein Sicherheitsnetz, das gleichzeitig als Rampe fungiert: für ein sicheres, selbstbestimmtes und eigenwirksames Leben von Frauen und Mädchen.</p>



<p><strong>Seit drei Jahren kümmere ich mich um das Texten bzw. Feintuning bestehender Texte für den Jahresbericht. </strong>Dabei achte ich vor allem darauf, dass all die Projekte, Aktionen und Programme die Ehre erhalten, die ihnen gebührt. Textlich vor allem mit einer klaren Gliederung und dem Vermeiden von passiven Formulierungen. Damit klar ist: Die Hilfe ist nicht irgendwie abstrakt über die Frauen hereingebrochen, sondern es waren konkrete Personen am Werk, die konkrete Handlungen setzten.</p>



<p>Wie immer lässt mich dieses Schreibprojekt demütig zurück, mit einer Mischung aus Ohnmacht und Hoffnung: Ohnmacht darüber, wie notwendig die Arbeit dieser Vereine leider immer noch ist und wie sie trotz allem Engagement nie so ganz reicht. Und Hoffnung, weil es eben dieses Engagement – also Menschen, die sich engagieren – gibt.</p>



<p><a href="https://frauenfuerfrauen.at/images/jahresbericht/Jahresbericht_2024.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier der Jahresbericht als pdf zum Downloaden und Nachlesen. </a></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schreibmaschinen-Performance goes Graz</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/schreibmaschinen-performance-goes-graz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 06:31:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibmaschinen-Performance]]></category>
		<category><![CDATA[Business Poetry]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibmaschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Live Schreiben als Teil einer Bühnen-Show? Ja, das geht!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als mich der umtriebige Gernot Reiter (<a href="https://www.feinwork.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener">feinwork</a>) fragte, ob ich bei der 40-Jahr-Feier eines Architekturbüros in Graz als Teil der Bühnenshow live schreiben würde, war ich skeptisch. Wie soll das gehen? Aber da ich Gernot kenne, beschloss ich, ihm zu vertrauen und sagte schließlich Ja.</p>



<p>Ich suche nämlich schon länger nach Möglichkeiten, meine Schreibmaschinen-Performance weiterzuentwickeln. Und die Veranstaltung mit <a href="https://www.viereck.at/about/team/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Viereck Architekten</a> war hier definitiv eine Inspiration. </p>



<p>Zuerst ging es um etwa 16 Uhr mit Bussen vom Veranstaltungsort zum neuen HQ, das die Gäste sich mit allen Sinnen erleben konnten, pantomimisch begleitet von <a href="https://mcbeestudio.at/70/kuenstlerin" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mc BEE</a>.</p>



<p>Eingebettet in die Moderation von <a href="https://stars.orf.at/Star/Larissa%20Robitschko/Moderation/353" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Larissa Robitschko</a>, garniert mit Monologen des Schauspielers <a href="https://theaterkaendace.at/produktionen-archiv/novecento-die-legende-vom-ozeanpianisten-gastspiel-volkskundemuseum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Daniel Doujenis</a>, schmückte ich eine kurze Zeitreise mit einem vorbereiteten Gedicht. Und schließlich schmiedete ich eine Impromptu-Gedicht mit einem Wort, das aus den Wortspenden der Gäste gezogen wurde.</p>



<p>Diese Herausforderungen habe ich gemeistert: <br>Abwechselndes Abnehmen und Aufsetzen der Brille, ohne dass das Headset verrutscht.<br>Das vorab geschriebene Gedicht merken und fehlerlos tippen.<br>Beim impromptu-Schreiben nicht aus der Ruhe bringen lassen.<br><br>Die hervorragende Stimmung, die freudig-neugierigen Gäste, die wertschätzenden Auftraggeber*innen und das joviale Miteinander auf und hinter (bzw. neben) der Bühne haben mir das leicht gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_1-1024x683.jpeg" alt="Nicola Gold an Schreibmaschine, Ewald Viereck mit Mikro, Blick aufs Publikum" class="wp-image-3265" srcset="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_1-1024x683.jpeg 1024w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_1-300x200.jpeg 300w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_1-768x512.jpeg 768w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_1-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_1.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Highlights der Unternehmensgeschichte; Foto: Erwin Scheriau</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_2-1024x683.jpeg" alt="Nicola Gold auf der Bühne, liest Gedicht vor" class="wp-image-3266" srcset="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_2-1024x683.jpeg 1024w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_2-300x200.jpeg 300w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_2-768x512.jpeg 768w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_2-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_2.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Vortragen des Gedichts; Foto: Erwin Scheriau</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_4-683x1024.jpeg" alt="Close-Up von Karte mit live geschriebenem Gedicht, eingespannt in Schreibmaschine" class="wp-image-3269" srcset="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_4-683x1024.jpeg 683w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_4-200x300.jpeg 200w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_4-768x1152.jpeg 768w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_4-1024x1536.jpeg 1024w, https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/09/Viereck_4.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gedicht &#8220;Raumpoeten&#8221;; Foto: Erwin Scheriau</figcaption></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Träume. Eine Langzeit-Chronik.</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/traume-eine-langzeit-chronik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 07:21:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[Mir fällt auf, dass sich für mich das Politische und das Private recht häufig in meinen Träumen trifft. Eine Langzeit-Chronik.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="3255" class="elementor elementor-3255" data-elementor-post-type="post">
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<h2 class="wp-block-heading"> </h2>

<p> </p>

<h3 class="wp-block-heading">2008: Willi Molterer hat ein Haar von mir 1</h3>

<p>Ich bin besorgt. Innerhalb von einer Woche habe ich von Wolfgang Schüssel und Willi Molterer geträumt. Das stimmt mich besorgt. </p>

<p><strong>Willi Molterer:</strong> In einer Chauffeur-gelenkten Limo fährt er zu einem staatstragenden Event vor. Ich stehe als sogenannte <em>innocent Bystander</em>in in der Nähe und sehe ganz genau sein selbstgefälliges, dümmlich grinsendes Gesicht. In diesem Moment weiß ich: Dieser Mann führt Böses im Schilde. Ganz was Böses. Und nicht einmal sein Name ist echt! Er spielt ein falsches Spiel! </p>

<p><strong>Wolfgang Schüssel: </strong>Ich sehe ihn Collage-artig in verschiedenen Meetings, Konferenzen und Arbeitsgruppen. Er sieht jung aus und trägt statt Sakko immer nur ein weißes Hemd und modisch-bunt-breite Krawatten. Nun weiß ich – aha, auch wenn er in den Medien nicht mehr präsent ist – im Hintergrund zieht er immer noch die Fäden, und dabei ist er komplett in seinem Element.</p>

<p>In meinen Träumen kann ich also hinter die Fassade von öffentlichen Persönlichkeiten blicken. Bin ich ein Medium? Oder liegt es an meinem Wohnort? </p>

<p><strong>Zufällig blicke ich von meinem Balkon direkt auf die politische Akademie der ÖVP.</strong> Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht – bis ich auf meiner Laufrunde Willi Molterer und seine Frau sah – kurz nach meinem Traum über ihn. Bestimmt verlor ich beim Vorüberlaufen ein Haar.</p>
<p><strong>Molterer, flink kombinierend, ergriff es</strong> und benützt es seitdem als Antenne zu meinen Gedanken. Hilfe, ich werde ausspioniert! Andererseits ist ihm vielleicht nicht bewusst, dass dieser Kontakt keine Einbahn ist – durch die haarige Verbindung kann auch ich ihn spüren.</p>
<p><strong>Wie bei Harry Potter und Lord Voldemort.</strong> Band Sieben erscheint übrigens am 21. Juli auf Englisch. Ob „Harry Potter and the Deathly Hallows“ als siebenter wirklich der letzte Band bleibt, steht in den Sternen. <br /><br />Ob das Ende der Erfolgsserie, egal wann es nun stattfindet, sich als Segen oder Fluch herausstellt, wird sich weisen. Ebenso meine neue Fähigkeit als Aufdeck-Träumerin. In direktem kausalen Zusammenhang werden diese Ereignisse aber nicht stehen. Da bin ich mir jetzt schon ziemlich sicher.</p>

<h3 class="wp-block-heading"><br />2010: Willi Molterer hat ein Haar von mir 2 oder: Woher hat Berlusconi meine Nummer? </h3>

<p><strong>Sie sind wieder da, die nächtlichen Besuche verstörender Politiker. Man lese und staune. Erstens.</strong> Ich sitze mit HC Strache in einer Bar, düster, viel Holz. Wir unterhalten uns, er ist sehr charmant. Wir flirten. Meine Freundinnen Astrid und Andrea sitzen in angemessenem Sicherheitsabstand neben mir auf der Bank, tuscheln, schütteln ihre Köpfe und schauen mich immer wieder bitterböse an. Da spiele ich überraschend meine Trumpfkarte aus. Scharf fahre ich HC an: „Wie ist es so, ein ekelerregender Rechtspopulist zu sein?“ Sein Gesicht verzerrt sich, er läuft rot an vor Wut. Seine suave Maske zerfällt und er kreischt in schriller Stimme etwas über Hitler und das Dritte Reich. Die Wucht dieses Ausbruchs wirft mich fast von meiner Sitzgelegenheit. Als HC meine Reaktion bemerkt, löst er sich aus seiner Raserei und setzt wieder seine publikumsträchtigere Visage auf.</p>

<p><strong>Zweitens. Silvio Berlusconi ruft mich auf meinem Handy an</strong> und schimpft wie ein Rohrspatz, weil ich nicht um 19 Uhr meinen Dienst als Kellnerin bei irgendeinem seiner Events angetreten habe. Ich möchte mich rechtfertigen, weil ich ja gar nichts davon gewusst hatte! Doch das zieht nicht. Bevor ich Zeit habe herauszufinden, woher er überhaupt meine Nummer hat, ist der Traum vorbei. Oh Papi! Immer diese Missverständnisse.</p>

<p><strong>Was man von diesen wirren Kreationen meines Unbewussten halten soll?</strong> Nun, Traum eins ist eindeutig. Aber Traum zwei? Sollte ich einen zweiten Bildungsweg als Gastgewerbetreibende in Italien verfolgen? Meine Handynummer ändern? Gedanken an diese Optionen lassen mich unschlüssig und leicht ausgelaugt zurück.</p>

<h3 class="wp-block-heading"><br />2019 Infinitely Ibiza</h3>

<p><strong>Anfang 2019 träume ich schon wieder von HC Strache.</strong> Er steht auf einem steinernen Löwenkopf und köpfelt, irgendwo an einem schönen Urlaubsort am Meer, in einen Infinity Pool. Aus der Vogelperspektive sehe ich, dass das vermeintlich edle Schwimmbad von Müllbergen umgeben ist.<br /><br />Tja, und was war dann im Mai? Genau, der Ibiza Skandal. Komplett mit Villa und – Infinity Pool. </p>

<h3 class="wp-block-heading">2024 Träumen von Kamala</h3>

<p><strong>Leicht ausgelaugt fühle ich mich auch jetzt. Dieses Jahr, kurz vor der US-Wahl, wurde ich wieder von einem Traum heimgesucht.</strong> Er handelte von Männern, die beschließen zu sterben, als Statement, sie sind Teil einer Art Bewegung. Diese wird angeführt von einer schwarzen Frau im dunkelblauen Hosenanzug. Ich sehe, wie sie an Hals und Armen an einem Gitter befestigt wird. Jetzt wo ich das so klar vor mir geschrieben sehe, verstehe ich nicht mehr, wie ich mir einreden konnte, dass das ein positiver Traum über die Wahl von Kamala Harris war. Mal schauen, wie die Welt in vier Jahren aussieht.</p>

<p> </p>
								</div>
				</div>
					</div>
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				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn alle Menschen Poet*innen wären</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/wenn-alle-menschen-poetinnen-waren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 07:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kreatives Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie würde unsere Welt aussehen, wenn alle Menschen Poet*innen wären? Ein Denk-Experiment.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Kürzlich sagte ich zu einer Freundin: Es kann ja nicht jeder nur Gedichte schreiben, wo wären wir dann wohl  in der Welt. Sie antwortete: Das wäre ein interessantes Thema für einen Text! Ich darauf: Ja, stimmt! Liebe Miriam, hier ist er:</strong></p>



<p><br></p>



<p>Wenn alle Menschen Poet*innen wären,</p>



<p>wäre die Welt ein besserer Ort</p>



<p></p>



<p>Denn Poesie heißt nicht,</p>



<p>tagein tagaus dramatisch irgendwo&nbsp;</p>



<p>hingegossen an Reimen zu&nbsp;</p>



<p>schmieden und zwischendurch immer wieder mal zu</p>



<p>seufzen</p>



<p></p>



<p>Poesie ist eine Art/Kunst, die Welt zu</p>



<p>sehen, wahrzunehmen und die Eindrücke zu&nbsp;</p>



<p>verarbeiten</p>



<p>Poesie entsteht durch die Liebe zur Welt,</p>



<p>und die Welt hat unendlich viele Facetten</p>



<p></p>



<p>Stellen wir uns vor: acht Milliarden Menschen wandern</p>



<p>achtsam durchs Leben,</p>



<p>stets auf der Suche nach etwas, das es zu&nbsp;</p>



<p>entdecken und aufzudecken gilt<br></p>



<p>Stellen wir uns vor, unsere Welt, durch das Kaleidoskop von<br><br>acht Milliarden Sichtweisen, Herangehensweisen,</p>



<p>Interpretationen und Positionen,</p>



<p>wie der Elefant, der für jede Mücke</p>



<p>ein anderes Wesen ist, abhängig davon, wo auf seinem Körper sie sitzt</p>



<p></p>



<p>Alle würden die Existenz, in der sie&nbsp;</p>



<p>eingebettet tief tief spüren,</p>



<p>würden unter die Oberfläche sehen,</p>



<p>das Unsichtbare zu ergründen suchen</p>



<p></p>



<p>Niemand hätte Zeit für Missgunst und Krieg</p>



<p>Konflikte würden vielleicht per Brief&nbsp;</p>



<p>diskutiert,</p>



<p>im lyrischen Geplänk,</p>



<p>in einer Art Reim Battle,</p>



<p>die aber so zart und bedacht und langsam ist,</p>



<p>dass bald alle vergessen, worum&nbsp;</p>



<p>es eigentlich ging</p>



<p>Was letztendlich auch egal ist</p>



<p></p>



<p>Wissenschaft und Forschung würde</p>



<p>durch Poesie eine neue Dimension</p>



<p>geschenkt</p>



<p>Ergebnisse, Lösungen auch auf</p>



<p>ihren literarischen/poetischen Wert</p>



<p>abgeklopft</p>



<p>Im Sport wären alle Gewinner*innen</p>



<p>In der Wirtschaft auch</p>



<p>Die Währung wäre alles, was nährt</p>



<p>Politische Reden wären</p>



<p>eine meditative Freude</p>



<p>Diskussionen ein</p>



<p>Feuerwerk an geistreichen</p>



<p>Ideen</p>



<p>Textnachrichten, Mails und Artikel gedankenvoll</p>



<p>komponiert</p>



<p>Kinder spielen auf Wortspielplätzen </p>



<p>Jede Form erlaubt</p>



<p></p>



<p>Ich kann mir nicht vorstellen, dass es&nbsp;</p>



<p>Streamingdienste gäbe, und wenn, dann&nbsp;</p>



<p>nur für Lesungen, Theater und Poetry Slams</p>



<p>und Für Konzerte</p>



<p>Denn ich zähl die Musiker*innen zu den Poet*innen</p>



<p>Musik ist Dichtkunst mit Klang</p>



<p>Alle Künste wären hoch geschätzt</p>



<p>und jede neue Sprache</p>



<p>eine Bereicherung&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Video Poem</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/video-poem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 14:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Dichten]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Video Poem]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie kann man die Seele von Poesie in einem Video einfangen? Wie Poesie erlebbar machen? Wir haben es so versucht.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.nicolagold.com/wp-content/uploads/2025/07/NICOLA-GOLD_FILM.mp4" playsinline></video></figure>



<p><br>Ich habe sicherlich schon hunderte Gedichte für Menschen geschrieben. Auf Basis eines Wortes und ihres Vornamens. Es ist unwichtig, ob ich die Person kenne oder nicht; es passiert etwas Magisches dabei und die Gedichte passen immer, orakelhaft beinahe. Das wollte ich visuell mit Bewegtbild ausdrücken. Also: Mit einem Gedicht in Form eines Videos. Das ist das Ergebnis.</p>



<p>Diesen Film haben wir 2014 gedreht. Den Mantel habe ich noch, auch den kleinen Second-Hand Schreibtisch. Und natürlich die Schreibmaschine. Und einen lebenslangen Supply dieser Karten aus hochwertigem Fedrigoni-Papier.<br><br>Ich freue mich immer noch so über diesen zeitlosen Film und fühle mich geehrt, dass folgende Menschen mit mir dafür zusammengearbeitet haben:</p>



<p>Andreína und Marcos von<a href="https://www.viartco.com" data-type="link" data-id="https://www.viartco.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> VIARTCO</a> <br><a href="https://www.instagram.com/casanovasorolla" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Luis Casanova Sorolla</a> (auch als &#8220;Darsteller&#8221; zu sehen 🙂 ) und<br>Christoph von <a href="https://mxr.at" data-type="link" data-id="https://mxr.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MXR Productions</a><br>Die Musik von <a href="https://carlospinoquintana.com" data-type="link" data-id="https://carlospinoquintana.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Carlos Pino-Quintana</a> ist die Seele des Video-Poems.</p>



<p></p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Ich hab Glück, ich bin im happy business.</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/ich-hab-gluck-ich-bin-im-happy-business/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 15:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Buchlektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Lektorat einer Festschrift für den österreichischen Komponisten Gerd Kühr.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe Glück, ich bin im Happy Business. Dieses Buch zum Beispiel, das gibt&#8217;s nicht zu kaufen. Es ist eine Festschrift zu Ehren des Komponisten Gerd Kühr. In einem Sommer habe ich es für<a href="https://www.linkedin.com/in/dunja-ganser-9b1b663b/"> overones</a> lektoriert. </p>



<p>Es ist schön, zu etwas beizutragen, das einfach – mit viel Herzblut – dazu gemacht ist, Freude zu bereiten. An dem so viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter beteiligt waren.</p>



<p>Highlights: Ein Textbeitrag von Fabio Luisi, ein fiktives Kammerspiel mit Franz Schubert, Johann Sebastian Bach, William Byrd, Hans Werner Henze und Alban Berg, viel Musikwissenschaftliches und eine neue Leidenschaft für Guillemets.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pan European Action Plan for Sturgeons</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/pan-european-action-plan-for-sturgeons/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 15:06:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[copywriter vienna]]></category>
		<category><![CDATA[Copywriting]]></category>
		<category><![CDATA[copywriting english]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich liebe es für Video zu texten. Und ich liebe Schreiben auf Englisch. Wenn es dann noch für ein wichtiges Thema ist, umso besser.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was ich an meiner Schreib-Arbeit mag: Ich lerne täglich etwas dazu. Zum Beispiel über das (Über-)Leben von Stören und was der Pan European Action Plan for Sturgeons damit zu tun hat. Anschauen!<br><br>Produktion:<a href="https://www.linkedin.com/in/ute-fussenegger-69811b302/"> Ute Fussenegger</a> aka Jelly Bean Media für den WWF</p>



<p>Sprecherin:<a href="https://www.linkedin.com/in/julie-mccarthy-0286a82/"> Julie McCarthy</a></p>



<p>Der Text ist von mir.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Pan European Action Plan for Sturgeons, (c)European Commission" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dEtMSny9PP0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Remington und ich.</title>
		<link>https://www.nicolagold.com/remington-und-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Gold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 14:59:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte der Schreibmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibmaschine in der Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Silvia Plath dichtete mit ihrer Olivetti Lettera 22, Alfred Hitchcock präferierte die Underwood Champion Portable und Bob Dylan eine Royal Caravan. Und ich schreibe auf einer Remington 7 Noiseless aus 1931.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine Liebeserklärung an meine Schreibmaschine.</strong></h3>



<p>Hunter S. Thompson schrieb auf einer IBM Selectric, Robert Musil auf einer Underwood, Silvia Plath dichtete mit ihrer Olivetti Lettera 22, Alfred Hitchcock präferierte die Underwood Champion Portable und Friederike Mayröcker ihre Hermes Baby. Und ich schreibe auf einer Remington 7 Noiseless aus 1931.</p>



<p>Ich liebe es, wie sich das Drücken ihrer Tasten anfühlt, ich liebe ihren Klang und ihre Schrift. Und vor allem liebe ich die Tatsache, dass ich mit ihr zaubern kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Schreiben</h4>



<p>Ich erblickte sie einst im Wohnzimmer eines Freundes. Er hatte sie irgendwann auf einem Flohmarkt in Genf erstanden und nun staubte sie im Bücherregal vor sich hin. Ich durfte sie ausborgen. Mittlerweile ist sie „meine“ Remington und ich werde sie wohl nicht so schnell zurückgeben.</p>



<p>Charles Bukowski – der Schreibmaschinen verschiedensten Typs verwendete und seiner IBM Selectric gar ein Gedicht widmete – meinte: „Mit einer Schreibmaschine ist es, als würde man durch Schlamm stapfen. Ein Computer, das ist Eisschnelllauf.“</p>



<p>Meine Wahrnehmung ist da bekömmlicher. Während mein Computer für mich wie eine nach allen Seiten geöffnete Plattform ist, von der aus ich konstant mit der Außenwelt in Kontakt bin, ist meine Schreibmaschine wie ein Kokon. So wie Prosa eher horizontal reist und Lyrik vertikal, ist der Computer eine horizontale Plattform und die Schreibmaschine ein vertikales Vehikel zum In-die-Tiefe-Gehen. </p>



<p>Die österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin Käthe Recheis, die prinzipiell nur auf der Schreibmaschine dichtete, meinte in einem Radio-Interview*, ihre Finger wüssten automatisch, wo jede Taste wäre und deshalb könnte sie sich ganz auf den Inhalt konzentrieren. Bei mir ist das umgekehrt. Ich muss mich recht bemühen, damit ich mit meinem Zwei-Finger-System die Tasten überhaupt treffe und mich nicht vertippe. Auf diese Weise ist mein Hirn beschäftigt und der Zugang zum geheimen Ort, an dem Kunst entspringt, der geheimen Quelle, aus der die Worte sprudeln, ist frei.</p>



<p>Sobald meine Finger die Tasten berühren, sind meine Sinne geschärft, ein Zugang zu einer mir unbekannten Welt öffnet sich. Meine Schreibmaschine hilft mir, das Verborgene einzufangen – auch wenn ich eigentlich gar nicht weiß, was das genau ist.</p>



<p>Dies bringt mich zu Friedrich Nietzsche. Dieser nutzte 1892 für einige Zeit eine sogenannte Schreibkugel; auf ihr verfasste er Briefe und heitere 2- und 4-Zeiler, die der Medienwissenschaftler Stephan Günzel und der Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar, Rüdiger Schmidt-Grépály, im Jahr 2002 publizierten.</p>



<p>„Nietzsches Schreiben hat sich durch den Umgang mit der Maschine gewandelt,“ heißt es dazu im Vorwort. „Nicht nur musste er sich aufgrund der veränderten technischen Voraussetzungen kürzer fassen – was ihn nicht zuletzt dazu verleitete, vermehrt Gedichte zu produzieren – auch lagen ihm seine Texte nun in der ›Druckansicht‹ vor. Durch die Maschine präzisierte sich Nietzsches Schreiben, wie es zugleich geschmeidiger wurde.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Ästhetik</h4>



<p>Für mich ist das geschriebene Wort die Materialisierung unserer Gedanken. In gewisser Weise ist ein Text wie ein Gemälde, ein Foto, eine Skulptur. Eine Manifestation innerer Bilder.</p>



<p>Deshalb ist für mich das Zusammenspiel aus dem Schreibgerät, dem Akt des Schreibens, der Typographie, Grammatik und Rechtschreibung auch so wichtig. Man stelle sich nur ein Rilke Gedicht in der Schriftart Comic Sans und voller Rechtschreibfehler vor &#8230; geht gar nicht! Nur die stimmige Kombination aus den genannten Faktoren bringt Gedanken so richtig zum Atmen. Nur in harmonischer Einheit mit seiner Form kann der Inhalt eines poetischen Textes glänzen.</p>



<p>Meine Remington glänzt ebenfalls. Sie ist schön. Und sie hat etwas Behagliches, Zauberhaftes, Ehrliches, Reales in ihrer Angreifbarkeit.&nbsp;Jeder Schritt – das Einspannen des Papiers, das Tippen, das Betätigen des Hebels für den Zeilenumbruch – ein sinnliches Erlebnis.</p>



<p>Auch ihr Klang beglückt mich. Und er wirkt offenbar entspannend. Ein junges Pärchen kam einmal nach einem Schreibmaschinen-Live-Auftritt zu mir und schwärmte, dass die Migräne, die beiden den ganzen Tag zu schaffen gemacht hatte, nun weg war. Und vielleicht wäre Schreibmaschine-Schreiben auch eine gute Methode mit Stadt- und Baustellenlärm umzugehen, frei nach Max Frisch in seiner Erzählung <em>Montauk</em>: „Wenn ich an der Schreibmaschine sitze, stören mich die klopfenden Arbeiter nicht, im Gegenteil: wir arbeiten.“ Für Max Frisch war das Schreiben mit Schreibmaschine geradezu eine Obsession. Als ihn der Publizist Heinz Ludwig Arnold fragte: „Gibt es Glücksgefühle beim Schreiben, an der Schreibmaschine?“ antwortete er: „Die größten, die es gibt, ja.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Etwas, das bleibt.</h4>



<p>Die Sehnsucht nach Bedeutsamkeit, nach etwas, das bestehen bleibt, ist groß. Einen maschinengeschriebenen Text, ein maschinengeschriebenes Gedicht auf hochwertigem Papier kann man lesen, so oft man will, angreifen, aufhängen, verschenken.</p>



<p>Und das ist nur einer der Gründe, weshalb die Faszination mit der Schreibmaschine für mich mehr ist als ein Symptom für die Vintage-Verliebtheit der Hipster-Szene.</p>



<p>Zahlreiche Schriftsteller*innen können sich mit dem Computer als Arbeitswerkzeug einfach nicht anfreunden. Paul Auster etwa schrieb seit 1974 auf einer Olympia und hatte so eine tiefe Bindung zu ihr, dass er meinte, „ihren Herzschlag vernehmen“ zu können. Und er widmete ihr das Buch gewidmet <em>The Story of My Typewriter</em>, mit dem Illustrator Sam Messer.</p>



<p>Es muss noch viele Menschen geben, die immer noch im Alltag Schreibmaschine schreiben. Das schließe ich aus folgender Begebenheit: Als ich in einem traditionsreichen Papierwarengeschäft in Wien nach einem Farbband fragte, erwartete ich, dass es aus dem hintersten Winkel eines fernen Lagerraums hervorgeholt werden musste. Doch der Verkäufer hatte gleich eines zur Hand. „Wir verkaufen die jeden Tag,“ meinte er. Wow! Und ich habe es noch nicht einmal gebraucht! Ich weiß gar nicht, wie alt das Farbband ist, das aktuell in meiner Remington wohnt. Es funktioniert immer noch prächtig; an einem Ende angekommen spule ich es wieder zurück und verwende es noch einmal. </p>



<p>Firmen wie etwa Remington haben sich längst auf Haarbändigungsgeräte spezialisiert und die Produktion von neuen Schreibmaschinen ist ein Nischengeschäft. In Deutschland bzw. im Online-Versand sind neue Modelle verschiedenster Marken erhältlich, doch ihre Ästhetik hat nichts mehr mit jenen Zaubergeräten zu tun, die viele von uns immer noch fesseln.</p>



<p>Ich wünsche allen noch existierenden Modellen noch ein langes Leben und Menschen, die sie liebevoll behandeln.</p>



<p>* Großen Dank an Matthias Haydn, dessen Ö1-Feature &#8220;Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken&#8221; mich auf die Idee für diesen Text&nbsp;gebracht hat.</p>



<p></p>
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